Klinik für Orthopädie

Die Klinik für Orthopädie und Rheumatologie verfügt über 150 Betten und über 15 Behandlungsplätze für ambulante orthopädische Rehabilitation.
Schwerpunkt der Rehabilitationsbehandlung in der Klinik für Orthopädie und Rheumatologie ist die funktionelle Behandlung zur Funktionsverbesserung akuter oder chronischer Behinderungen. Der Patient soll seine Mobilität, seine Selbständigkeit, die Selbstversorgung und die Reintegration in sein berufliches und privates Umfeld wieder erlangen. Mit hohem Personaleinsatz arbeiten an diesem Ziel unsere Krankengymnasten bzw. Physiotherapeuten und Ergotherapeuten. Gelenkbeweglichkeit, Muskelkraft und Koordination, komplexe Bewegungsabläufe werden in Einzelbehandlung und in Kleingruppen geübt. Zusätzlich Gruppentherapie im Bewegungsbad, im Trockenen, im medizinischen Gerätetraining und im Gehparcour. Darüber hinaus in Kleingruppen Gesundheitstraining wie Rückenschule, Gelenkschule, Sturzprophylaxe sowie Diabetes- und Diätschulung in der Lehrküche unter dem Motto „Gesundheit selber machen“. Bei längerfristigen Behinderungen erfolgt über die Ergotherapieabteilung unter fachärztlicher orthopädischer Betreuung eine Hilfsmittelversorgung von kleinen Hilfen wie der Greifzange bis zur Rollstuhlversorgung, verbunden mit einer Gebrauchsschulung für das Zurechtkommen im täglichen Leben.

Neben der funktionellen Rehabilitation ist die Schmerzlinderung ein wichtiges Behandlungsziel, auch die Voraussetzungen für die Funktionsertüchtigung werden damit verbessert. Hierzu werden Massagen, Elektrotherapie, detonisierende Übungen, psychologische Schmerz- und Entspannungstherapie und die vielfältigen Anwendungen unserer Bäderabteilung eingesetzt. Auch spezielle Schmerztherapie und therapeutische Lokalanaesthesie kommen zur Anwendung, in ausgewählten Fällen auch Chirotherapie, Akupunktur und Naturheilverfahren.
Sämtliche für die Rehabilitation erforderlichen diagnostischen Maßnahmen stehen zur Verfügung, zum Beispiel Röntgenuntersuchungen, Laboruntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen, röntgendynamische Untersuchungen mit dem Bildwandler und darüber hinaus alle diagnostischen Einrichtungen unserer Klinik für Kardiologie, Neurologie und auch deren Mitbehandlung.

Zu den wichtigsten Krankheitsbildern (Indikationen) zählen:
- Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke
- Bandscheibenerkrankungen
- Entzündlich-rheumatische Erkrankungen
- Muskelfunktionsstörungen, chronische Schmerzsyndrome und Weichteilrheuma
- Verletzungen, Unfallfolgen und Sportverletzungen
- Osteoporose (Schwächung der Knochen durch Kalksalzminderung)
- Skoliose (Verkrümmungen der Wirbelsäule)
- Anschlussheilbehandlung bzw. Anschlussrehabilitation nach Behandlung im Akutkrankenhaus, z.B. nach Operationen künstlicher Gelenke, Bandscheibenoperationen, Wirbelsäulenoperationen, Operationen von Unfallverletzungen und nach anderen Operationen der Stütz- und Bewegungsorgane
- Anschlussheilbehandlung ist auch ohne vorausgegangene Operation nach konservativem Behandlungsversuch im Krankenhaus möglich.

Besonderen Wert legen wir auf eine menschliche Atmosphäre und eine teamorientierte Behandlung mit intensiver patientenorientierter Zusammenarbeit zwischen Ärzten und sämtlichen Mitarbeitern der Krankenpflege und der Therapieabteilungen. Darüber hinaus ist die enge, fachübergreifende Zusammenarbeit mit den Kliniken für Neurologie und Kardiologie ein großer Vorteil, vor allem für unsere älteren Patienten der Orthopädie.